Im Januar 2009 erhielt Lodotra vom europäischen Arzneimittelbehörden, die Zulassung. Das neue Medikament kommt nun am
15 April 2009 auf dem Markt.
Eine neuartige Tempus-Tablette steht ab dem 15. April 2009 zur Verfügung. Sie ist zugelassen zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis (RA), insbesondere bei Morgensteifigkeit. Mehr dazu bei JournalMed
Die Pressemittelung von Firma Merck Pharma GmbH, vom 7. Januar 2009
Lodotra® erhält europäische Zulassungsempfehlung
Ein neues Medikament zur Behandlung der Rheumatoiden Arthritis steht kurz vor seiner Markteinführung: Lodotra® hat soeben die Zulassungsempfehlung der zuständigen europäischen Arzneimittelbehörden erhalten. Damit ist ein wesentlicher Schritt zur Einführung in den deutschen Markt getan. Das Medikament beruht auf neuesten Erkenntnissen über tageszeitabhängige Krankheitsfaktoren sowie auf einer besonderen Technologie zur Wirkstoffummantelung („TEMPUS-Tablette“).
Darmstadt, den 7. Januar 2009 – Die Merck Pharma GmbH wird als Vertriebspartner der Nitec Pharma AG die TEMPUS-Tablette unter dem Handelsnamen Lodotra® in Deutschland einführen. Damit steht Patienten, die unter Rheumatoider Arthritis (RA) leiden, demnächst eine neue Option zur Behandlung der Morgensteifigkeit zur Verfügung. Bisher war eine auf den Tagesrhythmus der Entzündungsaktivität abgestimmte Corticoidgabe praktisch kaum durchführbar. Das wird jetzt anders: Vor dem Schlafengehen eingenommen, entwickelt die TEMPUS-Tablette ihre Wirkung erst in den frühen Morgenstunden, wenn die Entzündungskaskade gerade in Gang kommt, und vermindert so die morgendlichen Beschwerden.
Allein in Deutschland leiden ca. 800.000 Menschen unter RA. Die Morgensteifigkeit, ein Leitsymptom dieser Erkrankung, wird durch proinflammatorische Zytokine, vor allem Interleukin-6, verursacht. Die höchsten Serumspiegel dieses Entzündungsmediators werden während der Nacht festgestellt und gelten als Auslöser der Gelenksteifigkeit. Je nach Schwere der Erkrankung kann die Unbeweglichkeit der Gelenke, vor allem der Finger, noch Stunden nach dem Aufwachen anhalten oder gar nicht mehr enden.
Neben den Behandlungskosten fallen auch erhebliche indirekte Kosten an, wie sie z.B. durch Arbeitsunfähigkeit und vorzeitige Berentung entstehen. Dieser Hintergrund legte die Entwicklung einer neuen Therapiestrategie nahe, die gezielt auf die Verringerung der Morgensteifigkeit gerichtet ist.
Die um vier Stunden verzögerte Freisetzung des Wirkstoffs Prednison, der zu den Standards der RA-Behandlung gehört, ermöglicht es den Patienten, sowohl eine ununterbrochene Nachtruhe als auch eine erhebliche Erleichterung des Tagesbeginns zu erleben: In einer doppelblinden, randomisierten Multicenterstudie konnte gezeigt werden, dass sowohl die Morgensteifigkeit als auch die Interleukin-6-Spiegel auch bei hoher und langer Krankheitsaktivität signifikant reduziert werden. (1)
Die Merck Pharma GmbH, Pionier im Bereich der Corticoidtherapie und seit Jahrzehnten in der Weiterentwicklung dieser Wirkstoffklasse engagiert, erwartet von der Markteinführung von Lodotra wichtige neue Impulse für den Bereich Rheumatologie.